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Ответы на ГОС по немецкому - файл 1.docx


Ответы на ГОС по немецкому
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1.Außer- und innersprachliche Ursachen der Sprachveränderung.

Die mannigfaltigen Ursachen, die die Sprachveränderung hervorrufen, sind von zweifacher Natur. Die einen haben außersprachlichen Charakter – es sind verschiedene Aspekte des gesellschaftlichen Lebens, für die die Sprache empfindlich ist. Die anderen sind innersprachlicher Natur; diese sind im Sprachkörper selbst, im inneren Mechanismus der Sprache verankert. Sprache und Gesellschaft. Den außersprachlichen Ursachen der Sprachveränderung liegt die unlösliche Verbindung von Sprache und Gesellschaft zugrunde. Die Sprache ist bekanntlich ein soziales Phänomen. Sie entsteht mit der menschlichen Gesellschaft, entwickelt sich mit ihr, sie ist die materielle Hülle des Denkens und ein Medium des Verkehrs unter den Menschen. Die sprachlichen Kontakte spielten auch eine wichtige Rolle in der Entwicklung aller Sprachen. Sie führten zur gegenseitigen Beeinflussung von Sprachen, zu zahlreichen Entlehnungen im Wortschatz und im grammatischen Bau der Sprachen. Immanente Entwicklung des Sprachkörpers. Der Einfluss des außersprachlichen Milieus auf die anderen Glieder des Sprachkörpers, auf das phonologische System und den grammatischen Bau einer Sprache, ist meistens sin nur mittelbarer. Zu den innersprachlichen Ursachen des Sprachwandels soll man auch das ständige Streben nach Vervollkommnung der sprachlichen Ausdrucksmittel zählen. In der deutschen Geschichte Morphologie fand dieses Streben seinen Ausdruck in der Entstehung neuer Tempusformen (die altgermanischen Sprachen hatten nur zwei Tempora: das Präsens und das Präteritum), in der Entwicklung des Artikels u. a. Die Entwicklung der grammatischen und lexikalischen Synonymie ist ebenfalls ein Ergebnis der Fortentwicklung der Ausdrucksmittel der Sprache. Das Ineinandergreifen außer- und innersprachlicher Faktoren der Sprachveränderung. Es besteht keine unüberbrückbare Kluft zwischen außersprachlichen und innersprachlichen Ursachen des Sprachwandels. Beide wirken sehr oft in engster Verbindung miteinander.

2-^ Die Entstehung der deutschen Sprache. Das Wort „deutsch“. Indogermanisch. Das Ur-Indogermanische ist schätzungsweise 5000 - 3000 v.Chr. entstanden, über sein Ursprungsgebiet gibt es keine Klarheit. Die Indogermanen sind aber vermutlich die Träger der Kurgan-Kultur (sog. „Schnurkeramiker“), die um 5000 v.Chr. nördlich des Kaspischen Meeres existierte. Anhand von Gemeinsamkeiten im Vokabular für bestimmte Pflanzen und technische Errungenschaften und Unterschieden im Vokabular für andere Vegetation und Errungenschaften läßt sich dieser Ursprung ungefähr zeitlich und geographisch eingrenzen. So sind die Bezeichnungen für verschiedene Bäume von Einzelsprache zu Einzelsprache sehr variat, was auf Steppenbewohner schließen läßt. Viele Bezeichnungen für Vieh, Saat, Ernte, Metalle, Pferd und Wagen stimmen weitgehend überein, so daß mit archäologischen Methoden ein ungefährer Zeitpunkt des Einsetzens dieser Kultur bestimmt werden konnte. Direkte Belege dieser Sprache gibt es nicht, sie kann nur durch den Vergleich der später daraus entstandenen Sprachen erschlossen werden.Die Untersuchung der Gewässernamen im heutigen Verbreitungsgebiet führt zu einer Untergruppe, die man alteuropäisch nennt. (Die andere Gruppe nennt man Indoiranisch). Diese Sprachen haben weitgehende Gemeinsamkeiten in den Namen für Gewässer (welche sich aus frühen Sprachstufen weitgehend unverändert bis in unsere Zeit erhalten haben), diese alteuropäische Hydronymie zeigt sich an Gewässernamen mit *al- (< *ol-/*el-) oder *sal- (Elbe, Aller, Ala, Elz, Als, Allia; Saale, Sella, Salisa etc.) und einigen anderen idg. Wurzeln. Das läßt darauf schließen, daß diese Namen nicht einzelsprachlichen Ursprungs sondern aus einer voreinzelsprachlichen Periode sind. Ein anderes, früher gebräuchliches, Einteilungskriterium ist der Anlaut des Numerals 'hundert' (idg. *kmtom). Dies führt zur Aufteilung in Kentumsprachen und Satemsprachen, je nachdem, ob es sich um einen Plosiv oder um einen Frikativ handelt. (das dt. [h] ist ein Produkt der 1. Lautverschiebung).Die Kultur der Schnurkeramiker muß sich vom Schwarzen Meer aus über weite Teile Europas ausgebreitet haben und dabei andere Völker absorbiert haben, ohne daß deren Sprache(n) so viele Reflexe im Idg. hinterließen, wie beispielsweise im Industan oder im Mitelmeerraum. Im Ostseeraum (Baltikum) entstand eine blühende Kultur der sog. Streitaxtleute, die ungefähr von 1500 bis 500 v.Chr. existierte. Sie muß großräumig homogen und mobil gewesen sein, da die sprachlichen Entwicklungen zum Germanischen hin im gesamten Gebiet nahezu uniform sind.Das Germanische bildet einen Zweig in der Geschichte der sogenannten Indoeuropäischen Sprachfamilie.

3..Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte. Die zeitliche Abgrenzung der einzelnen Sprachstufen ist umstritten und uneinheitlich. Es gibt viele plausible Ansätze dazu, die entweder an innersprachlichen Kriterien (z.B. Lautwandel) oder außersprachlichen Kriterien (literarische bzw. kulturelle Epochen, Ereignisse) festmachen, wann ein Übergang von einer Sprachstufe zur nächsten vollzogen wurde. So vielfältig wie die Periodisierungsansätze sind auch die Bezeichnungen der Sprachstufen und deren Anzahl. Wir halten uns hier an folgende grobe Gliederung, die im Wesentlichen mit der Periodisierung von J.Grimm übereinstimmt:

Sprachstufe

Zeitraum

Kriterium

Indogermanisch

ca. 5000 ~ 1500 v. Chr.

 

Gemeingermanisch

ca. 1500 v. Chr. ~ 500 n. Chr.

1. Lautverschiebung setzt ein

Althochdeutsch

ca. 500 ~ 1050

2. Lautverschiebung setzt ein

Mittelhochdeutsch

ca. 1050 ~ 1350

Vokalentwicklung: Nebensilbenabschwächung

Frühneuhochdeutsch

ca. 1350 ~ 1650

Vokalentwicklung: Diphthongierung schließt ab; soziokulturelle Kriterien

Neuhochdeutsch

ca. 1650 ~ 1900

soziokulturelle Kriterien

Deutsch von heute

seit ca. 1900

soziokulturelle Kriterien

. Die Geschichte der deutschen Sprache lässt sich in einigen Perioden gliedern. Kriterien der Periodisierung sind: 1)Wandel des Sprachkörpers, das heißt Wandlungen im phonologischen System, in Formbestand, Wortbildung und Wortschatz, die sich im Laufe von Jahrhunderten allmählich anhäufen und beträchtliche Veränderungen des gesamten Sprachtyps hervorrufen; 2)Wandel der Existenzform der Sprache – hier handelt es sich darum, ob die Sprache nur in gesprochener Form existiert oder auch ein Schrifttum besitzt, ob sie nur in Form von Mundarten lebt oder auch übermundartliche bzw. intermundartliche Existenzformen hat. Zeitliche Abgrenzung einzelner Perioden deutscher Sprachgeschichte. Die Entwicklung der deutschen Sprache aus altgermanischen Stammesdialekten begann in der zweiten Hälfte des 5. Jh. Bis zur Mitte des 8. Jh. besaß die werdende deutsche Sprache keine schriftlichen Denkmäler. Man urteilt über den Wortschatz, den Laut- und Formenbestand dieser Sprache hauptsächlich auf Grund der Ergebnisse des historischen Sprachvergleichs der altgermanischen Sprachen. Diese früheste Periode in der Geschichte der werdenden deutschen Sprache wird die vorliterarische Zeit genannt. Etwa ab 770 beginnt die schriftliche Überlieferung der werdenden deutschen Sprache. Die Geschichte der deutschen Sprache seit dem Beginnt der sprachlichen Überlieferung bis zur Gegenwart wird in folgende Perioden gegliedert: Althochdeutsch – von 70 bis 1050; Mittelhochdeutsch – von etwa 1050 bis um 1350; Frühneuhochdeutsch – von etwa 1350 bis um 1650; Neuhochdeutsch – von etwa 1650 bis zur Gegenwart. Da die Entwicklung der Sprache nicht sprunghaft, sondern in einem fortwährenden langsamen Fluß verläuft, gibt es scharfen Einschnitte zwischen den einzelnen Perioden der Sprachgeschichte. Daher bietet die zeitliche Begrenzung der Sprachperioden der Schwierigkeiten. Das 

^ Endonym „deutsch“. Das Wort deutsch ist erstmals - allerdings in lateinischer Form - belegt in einem Bericht des Nuntius Georg von Ostia an Papst Hadrian I. über zwei Synoden, die 786 in England stattfanden: die dort gefaßten Beschlüsse sollten sowohl in Latein als auch in der Volkssprache (latine et theodisce) verlesen werden, damit jeder sie verstehen könnte. Das lat. theodiscus (als gelehrtes Wort für gentilis, 'völkisch, heidnisch') beruht auf dem germ. *Þeudô 'Volk' + Adjektivsuffix -iska (nhd. -isch) und bezeichnet zunächst nur die germanische Volkssprache im Gegensatz zum Latein. Bis weit in die ahd. Zeit hinein wird es nur selten und ausschließlich auf die Sprache angewendet.

^ 4.Konsonantismus des Ahd.Das System des althochdeutschen Konsonantismus bietet nach der 2 Lautverschiebung folgenden Laute: 1)stimmlose Verschlusslaute p, t, k (der letztere in ahd. Handschriften auch durch c, kk, kh, ck, ch bezeichnet), kw (piwizan, tihton, queman); 2)stimmhafte Verschlusslaute b, d, g (beton, quedon, arg); 3)stimmlose Reibelaute f, s, ch, z.B. lazzen, ih. Das f hat zweifache Herkunft. Das s kann auch in stimmhafte Firm vorkommen. Bis zur Mitte des 13. Jh. hatte es mehr den Lautwert wie sch. 4)stimmhaften Reibelaute th (gesprochen wie im engl. that): thionon (nach der 2. Lautverschiebung ist th zu d verschoben); 5)Liquiden l, r (klage, troum); 6)Nasale m, n (nimmer, brunnen); 6)Halbvokal w, j (wanen, jar). Der erste wurde wie w im engl. Woman ausgesprochen. Erst später, etwa gegen 1100 bekommt er den heutigen labiodentalen Lautwert. Der zweite Halbvokal konnte auch durch i, g oder y wiedergegeben werden; 7)Spirans h (im Anlaut als Hauchlaut [h], im Auslaut und vor t dagegen als Reibelaute ch [x]); 8)Affrikaten pf, z, kch (apful, herza, kchorn). Der Buchstabe z konnte unter bestimmten Bedingungen ein stimmloses s bezeichnet (heizan).

^ 5.Charakterisieren Sie die wichtigsten Merkmale des althochdeutschen Vokalismus.Die wichtigste Merkmale des alt-en Vokalismus sind: 1)der Ablaut. Unter dem Begriff „Ablaut“ versteht man den regelmäßigen Wechsel bestimmter Vokale in den Wörtern, die sich im etymologischen Zusammenhang befinden. Es sind 2 Arten des Ablauts zu unterschieden: a)der quantitative Ablaut. Damit wird der Wechsel eines kurzen Vokals (z.B. e, o, i) mit einem langen Vokal oder mit Null (Schwund des Vokals) gemeint: ahd ritan – ritt, nam – namum (a ist aus germ e entstanden); b)der qualitative Ablaut. So wird der Wechael der Vokale verschiedener Qualität innerhalb des gleichen Wortstammes genennt, z.B. ahd. neman – nam, biogan – bong. 2)die zweite Lautverschiebung. Durch die zweite Lautverschiebung unterscheidet sich der Konsonantenbestand des Hochdeutschen von dem des Niederdeutschen und aller anderen germanischen Sprachen. Dieser Prozess betrifft die stimmlosen Verschlusslaute p, t, k und die stimmhaften Verschlusslaute b, d, g, die im Ergebnis der ersten Lautverschiebung entstanden waren. 3)der i-Umlaut. Der Umlaut ist ein assimilatorischer Lautwandel unter dem Einfluss des i oder j der folgenden Silbe. In ahd. Zeit wurde nur das kurze a vor i (j) umgelautet, in mhd. Denkmälern aber auch die anderen umlautfähigen Vokale (o, u). Um 750 beginnt die Umlautung des kurzen a zu kurzen e: gast – gesti (Gäste), lang – lengiro (länger) usw.


^ 6.Die Merkmale der II. Lautverschiebung.Durch die zweite Lautverschiebung unterscheidet sich der Konsonantenbestand des Hochdeutschen von dem des Niederdeutschen und aller anderen germanischen Sprachen. Dieser Prozess betrifft die stimmlosen Verschlusslaute p, t, k und die stimmhaften Verschlusslaute b, d, g, die im Ergebnis der ersten Lautverschiebung entstanden waren. Hier seien folgende Vorgänge unterschieden: 1)die germanischen stimmlosen Verschlusslaute p, t, k wewrden zu den stimmlosen Affrikaten pf, z, kch (im Anlaut, in der Verdoppelung von Konsonanten, im In- und Auslaut nach l, r, m, n): as. Appul – ahd. apful (Apfel), wekkian – wekchen (wecken), salt – salz (Salz), dorp – dorpf (Dorf) usw. 2)die germanischen stimmlosen Verschlusslaute p, t, k werden zu den stimmlosen Reibelauten ff, zz (gesprochen wie ss), hh (oft ch geschrieben) im In- und Auslaut nach Vokalen: as. slapan – ahd. slaffan (schlafen), skip – skif (Schiff), etan – ezzan (essen) usw. 3)die germanischen stimmhaften Reibelaute b, ә, g werden zu Verschlusslauten b, d, g im Oberdeutsch aber verhärten sie sich zu den stimmlosen Verschlusslaute p, t, k (fränk, beran – bair/alem peran). Die 2. Lautverschiebung hatte nachhaltige Bedeutung für die Herauskristallisierung des Althochdeutschen. Sie vertiefte die Unterschiede in den phonologischen Systemen des Oberdeutsch (Mitteldeutsch) und des Niederdeutschen.

^ 7.Das Substantiv im Ahd. Die Besonderheiten der Deklination.Das Substantiv bewahrt im Althochdeutschen die grammatische Kategorien des Genus, des Numerus und des Kasus, die das Urgermanische besaß und die es seinerseits aus dem Ide. ererbt hatte. Auch der Flexionstyp der Substantive blieb im wesentlichen noch der alte. Die beginnende Umwandlung des Flexionstyps hängt mit der in allen indoeuropäischen Sprachen fortschreitenden Verwitterung der stammbildenden Suffixe der Substantive zusammen. Im Althochdeutschen ist dieser Prozess schon so weit gediehen, dass die stammbildenden Suffixe den Status eines selbstständigen Morphems verlieren. Sie verschmelzen mit den Kasusendungen des Substantivs oder verschwinden ganz. Somit weicht die dreimorphemige Struktur der die. und urgerm. Kasusform einer vereinfachten zweimorphemigen Struktur der Kasusform: Stamm [1 – Wurzelmorhem + 2 - stammbildendes Suffix] + 3 –Flexion ≥ [1 – Wurzelmorphem + 2 - Flexion]. Vgl. dazu die Deklination des Substantivs ahd. tag. Das stammbildende Suffix ist hier nur im N. A. Pl. erhalten geblieben, indem es die Kasusendungen N –s, A. –ns verdräng und ihre Funktion übernommen hat. Die Verwitterung der stammbildenden Suffixe der Substantive und die Vereinfachung der alten dreimorphemigen Struktur der Kasusform beseitigt nicht die Vielfalt der Deklinationstypen im Althochdeutschen. Das erklärt sich dadurch, dass sie absterbenden stimmbildenden Suffixe in manchen Wortformen die alten Kasusendungen verdrängt hatten and selbst zu Kasusendungen wurden; in den anderen Wortformen waren sie mit den Kasusendungen verschmolzen und prägten sie dementsprechend auf verschiedene Weise. Im Althochdeutschen macht sich bereits die Tendenz zum Ausgleich zwischen den einzelnen Deklinationstypen bemerkbar, die in der Folgezeit zur Ausgliederung der starken, schwachen und femininen Deklination der Substantive führt. Die entstehende Rolle beim beginnenden Ausgleich der Deklinationstypen gehört den sog. induzierenden Deklinationstypen. Es sind die umfangreichen Deklinationsklassen von Wörtern. Von ihnen geht eine große Anziehungskraft aus, so dass sich ihnen die kleineren Wortgruppen in der Kasusbildung ganz oder teilweise anschließen. Besonders intensiv vollzieht sich der Ausgleich der Kasusformen im Singular. Auch im Plural macht sich dieselbe Tendenz geltend. Bei der Angleichung und Unifizierung der Deklinationen tritt bereits im Althochdeutschen die Tendenz zur Umgruppierung der Deklinationen nach dem Genus der Substantive klar zutage; in der weiteren Entwicklung der Formenbildung der Substantive gewinnt diese Tendenz immer größere Bedeutung. A-Deklination N -tag, G -tages, D -tage, A tag, I – tagu (o), Pl – N -taga (a), G –tago, D –tagum (-om, -un, -on), A –taga (a)


^ 8.Das Verb im Ahd. Verbalnomina.Das ahd. Verb hat folgende grammatische Kategorien aus dem Urgermanischen geerbt: -Numerus – Singular und Plural, Person – je drei für beide Numeri; Tempus - Präsens und Präterit. Dasa Präsens bezeichnete die unmittelbare Gegenwart sowie wiederkehrende Ereignisse (Ich bin the sprichu mit thir. „Ich bin es, der ich mit dir spreche“). Das Präterit ist die allgemeine Form für die Vergangenheit, darunter auch für die Anwendungsbereiche des späteren Perfekts und des Plusquamperfekts (Man gieng after wege, zoh sin ros in handon. „Ein Mann ging seines Weges, er führte sein Ross an den Händen“). Modus – Indikativ, Konjunktiv, Imperativ. Der Konjunktiv drückt den Wunsch, den Zweifel, die Vermutung, die Irrealität aus. Der Konjunktiv erscheint in der indirekten Rede. Für den Imperativ, der nur auf das Präsens beschränkt ist, treten auch die Former des Konjunktivs aus. Genus – für das Aktiv werden synthetische Formen des Verbs gebraucht, für das Passiv dagegen die Umschreibungen wesan/werdan + Partizip II. Im Althochdeutschen werden die Verben in zwei Hauptgruppen eingeteilt – in starke und schwache Verben. Darüber hinaus gibt es noch zwei kleinere Gruppen – athematische Verben und die Präterito – Präsentien. Die starken Verben bilden ihre Präteritformen durch Vokalwechsel (Ablaut), das Partizip II auch durch Ablaut und n-Suffix. Eine gewöhnliche Verbform im Präsens besteht aus drei Elementen: der Wurzel, dem Themavokal und der Flexionsendung (hilf-i-t, helf-a-mes. Infinitiv – helfan, Partizip Präsens – helfanti, Partizip Präteritum - giholfan). Die schwachen Verben bilden die Formen des Präterits und des Parizips II mit Hilfe des Suffixes –t-. Dabei gibt es keinen Vokalwechsel im Verbalstamm, und so ist das System der Grundformen dieser Verben einfacher: Infinitiv – Präterit – Partizip Präteritum. (Infinitiv – suochen, Partizip Präsens – suochenti, Partizip Präteritum - gisuochit). Präterito – Präsentien Gruppe von Verben wird die präsentische Bedeutung durch die starke präteriale 

Form ausgedrückt. Für die neue Präteritform wird das Suffix –t- nach dem Vorbild der schwachen Verben angewendet, dabei aber der Stammvokal des alten Präteritums Plural beibehalten. Auf solche Weise entstand eine Mischform zwischen den starken und den schwachen Verben (Infinitiv – wizzan „wissen“ Präsens weiz/wizzum, Präterit – wista/westa). Hierher gehören die Verben sin, gen, sten, tuon, Die werden athematische Verben genannt, weil die Flexionsendung hier ohne Themavokal unmittelbar an die Wurzel angefügt wird.


^ 9.Sekundärumlaut. Andere Umlaute im Mhd.Das System des mittelhochdeutschen Vokalismus weist gegenüber dem althochdeutschen Zustand folgende Neuerungen auf. Es erscheinen umgelautete Vokale ä, ö, p. Mit dem im Ergebnis des sogenannten Sekundärumlauts entstanden offenen Laut ä, verfügt der mhd. Vokalismus über drei Varianten des kurzen e-Lautes: vgl. snёl (älteres ё, offen), geste (Primärumlaut des ahd. a, geschlossen), mähtec (Sekundärumlaut des mhd. a, sehr offen). Im Mittelhochdeutschen besteht das Wesen des Umlauts in der Umlauutung: a-ä ahd. nahti – mhd. – nähte, o-ö ahd. mohti – mhd. – möhte, u-ü ahd. kuning – mhd. künec. Die ahd, i, i, j, die den Umlaut bewirkt hatten, wurden durch die Abschwächung der Vokale der Nebensilben zu indifferentem e, also in mhd. Wörtern sind sie nicht mehr zu erkennen. Im Mittelhochdeutschen, wo die Endvokale abgeschwächt wurden, übernimmt er eine distinktive, sinnunterscheidende Funktion und gewinnt auch als ein morphologisches Mittel an Bedeutung. Im Paradigma des starken Verbs wird er zum Kennzeichen des Konjunktivs, bei den Substantiven zum Kennzeichen des Plurals, also er fungiert hier als innere Flexion. Im Mittelhochdeutschen wird der Umlaut außerdem zu einen produktiven morphologischen Mittel in der Wortbildung: kraft – kreftic.


^ 10. Die Abschwächung der unbetonten Vokale im Mhd.Die langen und kurzen Vokalphoneme a, o, u, e, i sind im Mittelhochdeutschen in unbetonter Stellung zu e [ә] abgeschwächt oder ganz geschwunden. a)Abschwächung der Vokale ahd. taga, -a – mhd. tage „Tage“, ahd. gesti – mhd. gaste „Gäste“; b)Schwund der Vokale am Wortende oder in der Wortmitte ahd. herison – mhd. hersen „herrschen“. Es besteht ein ganz enger Zusammenhang zwischen der Abschwächung der Vokale und dem Charakter der Wortbetonung. In den Sprachen mit beweglicher Wortbetonung verlagert sich die Betonung in verschiedenen Wortformen von einer Silbe auf die andere, was alle Vokale im Wort vor Abschwächung und Wandel schützt. Die Abschwächung der Vokale in unbetonter Stellung vollzog sich in allen Epochen deutscher Sprachgeschichte. Die unbetonte Stellung im Wort war eine der Voraussetzungen für den Schwund der meisten stammbildenden Suffixe der Substantive in der vorliterarischen Zeit, z.B. germ. dagas – ahd. tag. Ein Wendepunkt in der Geschichte der Abschwächung der Vokale ist der Ausgang des althochdeutschen Zeitalters. Bis zum 10. – 11. Jh. gibt es im Deutschen trotz der Wirkung der Abschwächung keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen dem phonologischen Bestand der betonten und der unbetonten Phoneme im Wort. Sowohl in dem betonten Morphem, als auch in den unbetonten Morphemen konnte ein beliebiger kurzer oder langer Vokal erscheinen, z.B. ahd. sunu, taga u.a. Infolge der Abschwächung der Vokale in unbetonten Silben entstand im Mittelhochdeutschen der Gegensatz zwischen dem phonologischen Bestand betonter und unbetonter Morpheme, der auch die deutsche Gegenwartssprache kennzeichnet, z.B. ahd. zunga – mhd. zunge „Zunge“, ahd. sunu, sun – mhd. sun „Sohn“.


^ 11.Der Mhd. Konsonantismus. Grammatischer Wechsel.Im Bereich des mhd. Konsonantismus gibt es keine grundlegenden Veränderungen. Es sei hier nur auf einige Prozesse hingewiesen, die wenn auch im Ahd. begonnen, so doch ihre endgültige Entfaltung gerade in der nächsten Periode erlebt haben. Das Phonem [z]. Um die Mitte des 13, Jh. wird s im Wortanlaut und im Inlaut vor Vokalen stimmhaft: [s] - [z], ohne dass diese Wandlung besonderen Ausdruck in der Schreibung findet: ahd. [s] sin – mhd. sin – nhd. sein [z]. Das Althochdeutsche besaß kein []. Die Entwicklung dieses Phonems beginnt in 11.Jh. aus der Konsonantenverbindung sk. Seit dieser Zeit erscheint die Schreibung sch, die im 12. Jh. allgemeine Verbreitung bekommt: ahd. skinan „scheinen – mhd. schinen, ahd. skuld, sculd „Schuld“ – mhd. schuld. Die Schreibung sch legt die Annahme nahe, dass der Laut k zuerst dem vorausgehenden s assimiliert wurde, um dann später mit ihm zu verschmelzen: sk – sch - []. Seit dem 13. Jh. wird [s] zu [] im Wortanlaut vor l, m, n, w. Für die Bezeichnung des [] wurde die bereits vorhandene Schreibung sch benutzt: ahd. ahd. slafan, mhd. slafen – nhd. schlafen, ahd. schmerzo, mhd. smerze – nhd. Schmerz. In einigen Wörtern wird auch rs zu rsch ahd. kirsa, mhd. kirse – hnd. Kirsche. Etwas später entwickelt sich das [] auch vor p und t, obwohl es in der Schreibung unbezeichnet blieb: ahd. starc, mhd. starc – nhd. stark []. Auslautverhärtung. Die stimmhaften Konsonanten b, d, g werden im Auslaut oder einem stimmlosen Konsonanten stimmlos ausgesprochen und entsprechend geschrieben, vgl. kleiden – kleit.


^ 12-Die Entstehung des Phonems []Das Althochdeutsche besaß kein []. Die Entwicklung dieses Phonems beginnt in 11.Jh. aus der Konsonantenverbindung sk. Seit dieser Zeit erscheint die Schreibung sch, die im 12. Jh. allgemeine Verbreitung bekommt: ahd. skinan „scheinen – mhd. schinen, ahd. skuld, sculd „Schuld“ – mhd. schuld. Die Schreibung sch legt die Annahme nahe, dass der Laut k zuerst dem vorausgehenden s assimiliert wurde, um dann später mit ihm zu verschmelzen: sk – sch - []. Seit dem 13. Jh. wird [s] zu [] im Wortanlaut vor l, m, n, w. Für die Bezeichnung des [] wurde die bereits vorhandene Schreibung sch benutzt: ahd. ahd. slafan, mhd. slafen – nhd. schlafen, ahd. schmerzo, mhd. smerze – nhd. Schmerz. In einigen Wörtern wird auch rs zu rsch ahd. kirsa, mhd. kirse – hnd. Kirsche. Etwas später entwickelt sich das [] auch vor p und t, obwohl es in der Schreibung unbezeichnet blieb: ahd. starc, mhd. starc – nhd. stark [].

13. Luthers sprachliche Bedeutung. Luthers Rolle in der Entwicklungsgeschichte der deutschen Sprache ist nicht zu unterschätzen. Zwar ist er nicht der „Schöpfer des Neuhochdeutschen“, wie einst behauptet wurde, aber er hat sich einer bestimmten Schreibtradition, der ostmitteldeutschen, angeschlossen, hat diese vervollkommnet und sie durch seine Tätigkeit als Reformator zum Gemeingut und zum Vorbild machen können.


Schon in ahd. Zeit gab es Übersetzungen einzelner Bibelbücher. Die erste bekannte Übersetzung der ganzen Bibel entstand wahrscheinlich in der letzten Hälfte des 14. Jh.Die erste gedruckte deutsche Bibel erschien 1466 bei Johannes Mentel in Straßburg. Vor Luther gab es 14 hd. Ausgaben der ganzen Bibel, 4 nd. und eine Menge Teilausgaben. Diese gehen alle auf die lat. Versio Vulgata zurück, während Luther den griechischen und hebräischen Urtext des Neuen bzw. Alten Testaments verwendete. Nach einer Schätzung kommt im Jahre 1500 ein Druck oder Teildruck der deutschen Bibel auf jeden 300. Deutschen, im Jahre 1546 ein Druck/Teildruck von Luthers Bibelübersetzung auf jeden 13. Deutschen! Die Katholische Kirche hatte Luthers Schriften verboten.Luthers Übersetzung des Neuen Testaments 1522 hatte einen außerordentlichen Erfolg und wurde ins Niederländische, Niederdeutsche, Dänische und 1524 ins Schwedische übersetzt. Das Alte Testament erschien seit 1523 in fortlaufenden Teilen, und 1534 wurde in Wittenberg die ganze Bibel herausgegeben.Nach Luthers Bibel werden die vorlutherischen Bibeln nicht mehr gedruckt. Auch seine konfessionellen Gegner nehmen seine Übersetzung an, indem Luthers Text mit kleineren Änderungen (und mit anderen Namen auf dem Titelblatt) einfach abgedruckt wird.Luther arbeitete bis zu seinem Tod an der Bibelsprache, änderte und verbesserte, was an den verschiedenen Ausgaben erkennbar ist. Luther hatte eine seltene Sprachbegabung. Seine Sprache ist neu in dem Sinne, daß sie verschiedene Traditionen und Tendenzen vereinigt. Einerseits schließt er sich einer überlandschaftlichen Sprachform an und folgt, wie er selbst sagt, der Sprache der sächsischen Kanzlei, so daß ihn sowohl Ober- als auch Niederdeutsche verstehen können. Andererseits betrifft dies jedoch nurRechtschreibung,Lautstand,(Diphthongierung/Monophthongierung), Formen und teilweise Wortwahl. Er übernimmt aber nicht den vom Latein abhängigen Satzbau und die Wortbildung der Kanzleisprache - und der früheren Bibelübersetzung -, sondern bemüht sich um einen klaren, verständlichen Stil. Hierbei lernte er viel von der gesprochenen Volkssprache: den einfachen Stil, den Gebrauch von einführenden Modalpartikeln (allein 'nur', ja, doch, denn, schon usw.) und die Vorliebe für eine bildhafte Ausdrucksweise mit Metaphern, Redensarten und Sprichwörtern, die man auch in der polemischen Literatur jener Zeit wiederfindet.Luther legte selbst eine Sammlung von Sprichwörtern an, und manche seiner Formulierungen sind auch zu Sprichwörtern geworden (Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach).Luthers Stil ist aber auch durchdacht; er verwendete geschickt die Stilmittel der Rhetorik wie Hervorhebung durch synonyme Ausdrücke, Steigerung, rhetorische Fragen usw.Luthers 

Wortschatz war außergewöhnlich groß. Von seinem umfassenden Studium her kannte er u.a. die Rechtssprache und die Sprache der Mystiker, die ihn zu vielen neuen Wortbildungen inspirierte: Feuereifer, friedfertig, gastfrei, gottselig, Herzenslust, kleingläubig, lichterloh, Sündenangst usw.Manche mitteldeutsche und niederdeutsche Wörter sind durch Luther in den nhd. Wortschatz aufgenommen worden. Anfangs mußten noch obd. Wortlisten zu seiner Bibelübersetzung herausgegeben werden, bald aber wurden Luthers Wörter auch auf obd. Gebiet verstanden

^ 1.Merkmale eines literarischen Textes (ästhetische Information, Antropozentrismus, Funktionalität, Polysemie).

Der literarische Text eröffnen den Lernenden neue Räume und bieten ihnen spezifische Erklärungen von der Welt, die auch zur Überprüfung der eigenen Lebenswelt und für das Verstehen unserer Erstarrungen dienen können. Die Grundmerkmale des literarischen Textes sind folgende: 1)Ästhetische Information – jeder lit-en Text ist das Ergebnis der poetischen Selbstreflexion bei der Widerspiegelung der Wirklichkeit durch den Künstler. Das lit-e Werk hat die Potenz der emotionalen Einwirkung auf den Leser dank der Individualität der künstlerischen Darstellung der Welt durch den Autor; 2)Fiktionalität – fiktionale Texten handeln von erfundenen Figuren, Gegenständen, Ereignissen. Das Prädikat „fiktional“ bezeichnet eine Darstellung 2 Arten. Das Prädikat „fiktional“ bezeichnet bestimmte Existenzweise von Gegenständen (im formalen Sinnen), der Art, dass diese Gegenstände nicht existieren; 3)Polysemie (Vieldeutigkeit) kommt am Deutschen bei der Deutung vom poetischen Textenausdruck, und zwar bei Stimmungsgedichten. Viel weniger ist die Polysemie bei dem Prosatext, die eine Fabel hat. Manchmal lässt der Autor bestimmte Fragen offen, um den Leser zu bewegen, eigene Deutung am Problem zu geben. Trotz allem hat jeder lit-en Text einen invarianten Kern, der keine entgegengesetzte Deutungen des Textes erlaubt.

^ 2.Merkmale eines lit-en Textes (individuelle sprachliche Gestaltung, Bildkraft).Struktur eines lit-en Textes: der Ideengehalt, der Figurenbau.Ein Text geht aus 6 Komponenten aus: Stilbildende (Ideengehale, künstlerische Methode), Stiltragende Komponente (der Figurenaufbau, die Komposition, die Gattung and Genreform, die Sprache). er literarische Text eröffnen den Lernenden neue Räume und bieten ihnen spezifische Erklärungen von der Welt, die auch zur Überprüfung der eigenen Lebenswelt und für das Verstehen unserer Erstarrungen dienen können. Zu den weiteren Merkmalen des literarischen Textes gehoren individuelle sprachliche Gestaltung und Bildkraft.

Individuelle sprachliche Gestaltung praegen neuen Benennungen bis zur kuehlen Konstruktion und gewohnter und unerwarteten Kombinationen und Wortverbindungen.

Bildkraft. Dazu gehoeren die Mittel der Bildhaftigkeit und der Bildlichkeit.Unter den Mitteln des bildhaften Ausdrucks verstehen wir in erster Linie die richtige Wortwahl aus thematischen und synonymischen Reihen, die passende funktionale Verwendung dieser oder jener lexischen Schicht, das geschickte Verwendung von Wörtern verschiedener Stilfärbung (funktionale und semantisch-expressive Stilfärbung) u. a. m. Bildhaft sprechen – das heißt: mit starker Anschaungskraft. Bildhaft und anschaulich sind also Synonyme .

Bildhaftigkeit äußert sich in jeder anschaulich-sinnfälligen Darstellung eines Gegenstandes oder einer Erscheinung auf beliebigem sprachlichem Wege. Sowinski nennt Mittel des bildhaften Ausdrucks als unmittelbare (direckte) Bildern, „ wo ein Autor Sichtbares aus der Realität, Erinnerung, Vorstellung ohne übertragbare Ausdrücke sprachlich anschaulich verdeutlicht.

Mittel des bildlichen Ausdrucks sind Vergleiche und Tropus. In diesem Fall verstehen wir unter „Bild“ das Ergebnis eines Zusammenterffens zweier Begriffe aus verschiedenen Begriffsspheren. Zwei Wörter aus verschiedenen Begriffsbezirken werden entweder vergleichend nebeneinandergerückt oder – unter bestimten Voraussetzungen- eines durch anderes ersetzt; auf dieser Weise wird etwas Neues ausgedrückt. Das Epiteton ( grich.:“ Beigelegtes“) ist jede Merkmalsbestimmung eines Substantivs, durch die der betreffende Begriff logisch-sachlich konkretisiert oder emotional eingeschetzt wird. Häufig sind im Epitethon die beiden genannten Funktionen vereinigt. Das Epiteton erschreckt sich über alle Stile . Mit seiner Hilfe entsteht vor dem geistigen Auge des Lesers, Hörers oder Gesprächspartners die Vorstellung von Farbe, Form, Klang, Geruch und anderen Sinnensempindungen, aber auch die Vorstellung von auffäligen Eigenschaften und Merkmalen. Dementsprechend unterscheidet man: konkretisierende, bewertende, stehende, unerwartete, tautologische, Lieblingsepiteta.Das Epiteton ist ein stilistischer Begriff, grammatisch ausgedrückt durch adjektivisches oder partizipiales Attribut ( vor- und nachgestellt), durch Präpositionalattribut und Apposition, durch Prädikatsattribut und Attributsatz.Konkretisierende Epiteta finden wir ausnahmlos in allen Stilen der schriftlichen und mündlichen Rede. Sie enthalten die genauen Angaben über beschriebene Objekte, Zustände, Vorgänge.Auf dem Tisch stand eine hohe, grüne Vase. Es war ein zweistöckiges Gebäude, weiß gestrichen...Starkes Wind wehte immer wieder...Selbst Epiteta im wissenschaftlichen oder offiziellen Stil tragen zur Verdeutlicheung und näheren Erklärung des Gesagten bei, wie etwa:Eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung; die anliegenden Dokumente; die obengenannten Beispiele..Zwar vermitteln sie keine Bildhaftigkeit, aber jedenfalls doch größere Klarheit des Sachsverhalts und damit eine gewisse Anschauligkeit.Von starken Bildkraft sind die konkretisierende Ep. im Stil der schönen Literatur. Aus ihnen lassen sich manche Rückschlüsse auf die literarisch-ästetische Einstellung des Schriftstellers ziehen.Bewertende, emotionale Epiteta sind solche, die in erster Linie die persönlichen Beziehungen des Sprechers tzr Wirklichkeit offenbaren. Häufig werden die bewertenden Epitheta in der Publizistik verwendet. Stark ist auch von bewertenden Beiwörtern der Stil der Altagsrede durchgesetzt, wenn wir zum Beispiel von einem fabelhaften Treffen, supperklugen Menschen, eine seelenruhige Atmosphere...Der Begriff „unerwartetes Epitheton“ (ebenso wie „stehendes“) ist nur kontextual zu deuten. In einem anderen Zusammenhang kann er durchaus nicht „unerwartet“ sein.Vorüber gezogen sind die Stunden mit dir. Sie waren warm und weich.Wir haben hier auch mit bildlichen Epitetha zu tun, deren Bildhaftigkeit aber nicht allgemeinverständlich ist. Der Dichter operiert mit „stimmungsschaffenden“ Tropen, die anscheinend keine Vergleichsbasis- oder Vertauschungsbasis besitzen.Die „Lieblingsepitheton“ dürfen nicht mit stehenden Beiwörtern verwechseln werden.

Die Tropen sind Mittel des bildlichen Ausdrucks auf Grund übertragener Wortbedeutung. Unter Tropus ( griech.: „ Wendung, Vertauschung des Ausdrucks“) versteht man: 1) Metapher;

2) Metonimie.

Wenn wir über die Metapher sprechen, so sprechen wir über die Übertragung der Namenbezeichnung von einem Gegenstand auf einen anderen, von einer Erscheinung auf eine andere unter der Voraussetzung, daß eine äußere oder innere Ähnlichkeit (oft Ähnlichkeit der Funktion) diese Übertragung rechtfertigt. Das Gemeinsame zwischen zwischen Grund- und Übertragungsbegriff wird, ebenso wie beim Vergleich, „ tertium comparationis“ genannt.

Man unterscheidet vier Abarten der Metapher: Personifizierung, Allegorie, Symbol, Synestesie.^ Die Personifizierung („ Verlebendigung“) ist die Übertragung von Eigenschaften eines Lebewesens auf ein unbelebtes Wesen.

Die Sonne lacht; Die Allegorie kann als besondere Form der Personifikation angesehen werden. Hier handelt es sich um verbildlichung eines Begrifs ( meist Verlebendigung in Menschengestalt). Manche Allegorien sind tief in der Deutschen Sprache verankert. Der Winter wird als alter Mann, die Sonne als Frau dargestellt. In verscheidenen Sprachen bestehen oft verschiedene Personifikationen: der Tod – eine alt4e Sensenfrau, der Frühling – ein liebliches Mädchen. Riesel führt als Beispil überaus interessanter, indiwidueller Allegorien ein Gedicht von Bertold Brecht an: „ Der anachronische Zug „ oder „ Freiheit und Democracy“.Hier erscheinen, handeln und sprechen sechs allegorische Gestalten, die Plagen der Hitlerzeit: Unterdrückung, Aussatz, Betrug, Dummheit, Mord und Raub.Die Metomymie ist ein Tropus, der einen Ausdruck durch einen semantisch nicht viel kongruenten, aber begrifflich verwandten ersetzt.Zur Metonymie gehört auch, wenn statt eines Substantivs ein Pronomen steht. So enthält ein Artikel zu der Frage „ Wie sind Männer heute/“ folgende Sätze:Wir wissen doch, wie schnell Er reagiert – und dies funktioniert nun mal bei Ihm anders als bei Ihr. – Nun, dass alle befragten Adams diese Aussage entschieden verneinten, scheint nicht weiter verwunderlich. ( Ä. Bär)Unter einer stilistischen Periphrase ( Transformatio, Perifrasierung) verstehen wir die sekundäre Nominierung eines Denotats entweder durch Hervorhebung charakteristischer 

Merkmale, Tätigkeiten, Wirkungen.Die Ostsee – das Meer des Fridens, das Friedmeer; Land der aufgehenden Sonne – Japan; Buch der Bücher – Bibel; unser Blauer Planet – Erde.Euphemismismen ( grich.: „ gut sprechen“) – sind die Wörter oder Wortgruppen, die in der Sprache erscheinen, um Begriffe zu bezeichnen, für die es schon die Benennung gibt, aber aus irgendeinem Grund erscheinen sie als unangenehm, grob, unpassend. Also unter Euf. Verstehen wir eine Periphrase, die den Zweck hat, etwas Unangenehmes angenehmer darzustellen, etwas Unhöfliches höflicher, etwas Schreckliches harmloser zu sagen. Z. B.:Sterben – zur ewigen Ruhe eigehen, ins Grab sinken, ums Leben kommen.Eine große Rolle spielt sog. Alltagseuphemismus. So sagt man:Sie haben sich wohl getäuscht, anstatt direkt zu sagen: sie haben nicht Recht, Sie verstehen nichts davon.Die Litotes ( grich.: „Schlichtheit“) ist eine Periphrase auf Grund von Verneinung. Durch die Aussage von dem, was nicht geschieht, wird die Aufmerksamkeit besonders auf das gelenkt, was geschieht:Ich möchte nicht sagen, dass deine Leistungen auf der Höhe sind.Eine wichtige Rolle spielt dabei die Satzbetonnung ( Nicht muss unbedingt einen verstärkten Akzent bekommen) und das Satztempo ( der der negierte Hauptsatz muss gedehnt gesprochen werden). Im genannten Fall ruft die Litotes eine Verstärkung der Aussage hervor.Nicht schlecht, sie sind niche ohne Talent. Die Idee ist so dumm nicht. Sie ist gar nicht dumm( enthält eine positive Bewertung).Die Hyperbel ( rgich.: „ Übertreibung“) kann eine Periphrase genannt werden, die den Sachverhalt nicht widergibt, wie er ist, sondern in übertriebener oder verringerter Darstellung. Mit anderen Worten, durch die Hyperbel wird entweder mehr oder weniger gesagt, als tatsächlich ist. Daher erklären manche Stilforscher die Hyperbel als Metonymie ( auf Grund eines quantitativen Abhängigkeitsverhältnisses).

Müde – todmüde; es regnet stark – es regnet wie aus Scheffeln, in Stömen; lange warten – eine Ewigkeit warten...

Zu einer Tasse Tee einladen – nur unweit Worte sagen – einen Katzensprung weit usw. Die besondere Abschwächung der Aussage.

Hyperbel sind besonders in der Umgangsprache sehr vertreten. Davon zeugen die sog. „ Volkssuperlative“: hundmiserabelend, die Himmelsgeduld ( ангельське терпіння), das Heidengeld ( страшні гроші), die Höllengeschwindigkeit ( божевільна швидкість).

Besonders viel wird die Hyperbel im Reklamenwesen des Handelsverkehrs verwendet. Die Ware wird angekündigt als: hochfein, hypermodern, extraprima, superfein.


Die Ironie ist ein stil. Mittel, das auf dem Widerspruch, dem Gegensatz zwischen dem gegenständlich- logischen Bedeutung und kontextuellen gründet. In der gesprochener Sprache wird die Ironie mit Hilfe der Intonation wiedergegeben. In der geschriebener Sprache offenbart sich die Ironie aus dem Kontext.Du bist aber heute fein! Sie hat uns gerade noch gefehlt. O, ja, ich habe eine E wigkeit auf dich gewartet.Ideengehalt – Idee durchdringt als poetische Grundgedanke das ganze lit-e Werk and bestimmt alle seine Elemente.Figurenaufbau – einen Aufbau einen Einzelnen Figur. Gestalt als auch die Anordnung der Figuren nach einen bestimmten Prinzip. Man unterscheidet zwischen leichtüberschaubaren Figurenaufbau (wenn nur wenige Personen anzutreffen sind (Kurzprosa) und schwerüberschaubaren (wenn viele Personen handeln („Buddebroocks“)

^ 3.Struktur eines lit-en Textes: die Komposition, die Sprache.Ein Text geht aus 6 Komponenten aus: Stilbildende (Ideengehale, künstlerische Methode), Stiltragende Komponente (der Figurenaufbau, die Komposition, die Gattung and Genreform, die Sprache).Die Komposition ist die Ordnung und Verknüpfung aller Bestandteile eines lit-en Werkes (horizontale und vertikale Struktur). Und Topographie des Textes: Probleme bei der Darstellung der Räume im Text, verbunden mit den sozialen Bindungen und der Gestalten, was insgesamt das Kolorit schafft. Die horizontale Struktur: 1)die Überschrift, der Titel; 2)die Einleitung; 3)der Hauptteil; 4)der Schlussteil, Feststellung, Zusammenfassung. Vertikale Struktur: Bericht, Beschreibung, Erörterung.


^ 4.Struktur eines lit-en Textes: die Gattung and das Genre, künstlerische Methode.Ein Text geht aus 6 Komponenten aus: Stilbildende (Ideengehale, künstlerische Methode), Stiltragende Komponente (der Figurenaufbau, die Komposition, die Gattung and Genreform, die Sprache).Die Gattung und die Genre sind auch Stilträger. Sie bestimmen die Gesetzmäßigkeiten des Textaufbaus in jeweiliger Genre/Gattung. Die Gattung ist der Begriff der grundlegende Gestaltungsmerkmale von Gruppen lit-en Werken erfasst. Dies sind: Epik, Lyrik, Dramatik. Epik ist ein Sammelbegriff von allen narrativen/erzählenden aus der Perspektive eines Erzählers geschriebene Texte (Roman, Novelle, Fabel, Anekdote, Märchen, Witz, Erzählung). Lyrik: der Dichter (lyrisches „ich“) strebt danach Gedanken, Gefühle, Stimmungen zu gestalten, die vielfältigen Regungen und Bewegungen des Menschen in seinen Beziehungen zur Wirklichkeit (Texte in Versen→ segmentiert in Zeilen, die nicht die ganze Kolumnenbreite der Seite auffüllen; immer metrisch reguliert→ durch dichte der Akzent; häufig auch gereimt): Ode, Ballade, Hymne, Lied, Elegie, Sonett. Dramatik ist ein Sammelbegriff für Schauspieltexte: Drama, Komödie, Tragödie, als auch Hörspiel, Fernsehspiel, Fastnachtspiel (моралите). Der Dramatiker muss, um sein Publikum zu überungen, Figurengestalten, die vor allem durch die Situationen, in die er sie einsetzt, Geist und Leben erhalten. Die dramatische Situation ist durch den Dialog ausgestaltet. Ein Drama besteht aus 4 Teilen: 1)Vorspiel; 2)Entwicklung der Handlung; 3)Höhepunkt; 4)Nachspiel. Unterbegriff der Gattung wird das Genre verwendet, und zwar für einen inhaltlichen und formalen Besonderheiten geordnete Gruppe von Einzelwerken, die das gleiche kommunikative Ziel realisieren. Die künstlerische Methode: 1)die Gesamtheit der weltanschaulich philosophischen und ästhetischen Prinzipen und Verfahren, die das Schaffen eines Künstlers bestimmen; 2)der konkrete Kunst-historische Entwicklungsprozess gemeint, dem bestimmte künstlerische Richtungen zugrunde liegen (Realismus, Sentimenalismus, Moderene u.a.).


^ 5.Typologie der Erzählers im lit-en Text.Der Erzähler vermittelt im Text zwischen Autor und Leser und bestimmt die Perspektive, unter der die erzählte Wirklichkeit erscheint. Die Erzählperspektive ergibt sich aus der Erzählerrolle, die der Autor im Text annimmt, aus dem Standort, von dem aus der Erzähler spricht, und der Erzählhandlung, d.h. der Einstellung, die der Erzähler gegenüber der erzählten Welt hat. Erzählung in der 3. Person ist Er-Erzähler. Das kann auktorial und personal Erzähler sein. Der auktorial Erzähler organisiert die Elemente der Geschichte von einem Standort außerhalb der erzählten Welt, kennt auch das Innere der Personen der Handlung. (Innersicht). Personal Er-Erzähler gehört als Person (Figur) zur erzählten Welt und ist an ihr als Handelnder oder Augenzeuge beteiligt, hat seinen Standort innerhalb der Geschichte, verfügt aber nicht über Einblick in das Innere anderer Personen (Außersicht). Erzählung in der 1. Person ist Ich-Erzähler. Der auktorial Ich-Erzähler organisiert die Elemente der Geschichte von einem Standort innerhalb der erzählten Welt aus, verfügt nur bei sich selber über Innersicht, kennt die anderen Personen nur in der Außersicht. Aus zeitlicher Distanz erzählt er als erinnerndes Ich über das erinnerte (=erlebte) Ich. Personal Ich-Erzähler ist so in die erzählte Welt verwickelt, dass er nur als erlebendes Ich zu erzählen vermag, ohne zur Distanz eines erinnernden Ichs zu finden. Bei unbeteiligtemNotieren von Handlungen und Gesprächen von Personen der Handlung sowie bei szenischer Darstellung mit Figurendialog spricht man vom neutralen Erzähler.


^ KF „Bericht“ und ihre Abarten als Grundstruktur für die narrativen (erzählenden) Texte. Kompositionsformen sind Textteile, die an eine bestimmte sprachstilistische Form gebunden sind je nach dem Zweck und der Art der Aussage. Jede Mitteilung ist an einen Empfänger gerichtet und soll zweckmäßig ausgeformt werden. Man unterscheidet 3 Grundformen: Bericht, Beschreibung und Erörterung.Der Bericht. Dazu gehören Sach- und Erlebnisberichte wie Protokoll, Arbeits-, Sport-, Wetterbericht, Chronik, Lebenslauf, Reportage, Referat u.a. Der Bericht ist eine Kompositionsform, deren grundlegendes differenzierendes Strukturelement die Zeit, die Zeitabfolge, das zeitliche Nebeneinander ist. Der Berichterstatter erstrebt eine objektive Wiedergabe des Sachverhalts, der Tatsachen der Wirklichkeit in ihrer historisch-chronologischen Entwicklung, d.h. in ihrer natürlichen Folge. Die bevorzugte Zeitform ist das Präteritum, beim Referieren und im Wetterbericht das Präsens (oder Futur); typisch für den Bericht sind Passivgebrauch, Indikativ, unpersönliche Sätze. Die KF B. hat einige Abarten: Mitteilung (сообщение); Tatsachenbericht (факт, kennzeichnet die maximal mögliche Zeitraffung); Sachbericht; Erzählung (die Texte sind betont episch, aber dabei zeichnen sie sich durch Lebendigkeit sowie durch den stätigen Wechsel der Ereignisse aus).




^ 7.KF „Beschreibung“ und ihre Abarten. „Gegenstandbeschreibung“.Die Beschreibung setzt das Beobachten voraus. Es kann eine tatsächliche, unmittelbare oder fiktive, vorgestellte Beobachtung sein. Die Beschreibung ist eine Kompositionsform, deren grundlegendes differenzierendes Strukturelement die räumliche Beziehung, das räumliche Nebeneinander ist. Die Beschreibung ist die Hauptdarstellungsart in Wissenschaft und Technik, wenn ein Fachmann Vorgänge, Experimente, Theorien klarlegt. Die grammatische Ausgestaltung: Tendenz zum Gebrauch des verallgemeinernden Präsens, des verallgemeinernden Artikels, des Indikativs, des Passivs und Stativs, der man-Sätze. Ist die Beschreibung nicht sachgerichtet, sondern erlebnismäßig-künstlerisch, so nennt man diese Darstellungsart Schildern. Das Schildern bezieht die Darstellung der Gefühle ein. Man spricht über Vorgangsbeschreibung und Gegenstandsbeschreibung. Die Arten der Vorgänge reichen von denen in der Natur, Technik, Gesellschaft bis zur Beobachtung der Verhaltensweise eines Menschen, seiner Handlungen, Bewegungen, Gesten oder seiner Mimik. Bei der Gegenstandsbeschreibung handelt es sich um die Beschreibung sowohl eines einfachen Gegenstandes (ein Spielzeug, eine Pflanze, ein Tier) als auch um die Beschreibung von komplexen Objekten (eine Landschaft, eine Stadt, die Inneneinrichtung von Räumen).


^ 8.KF „Beschreibung“ und ihre Abarten. „Vorgangsbeschreibung“ und „Charakteristik“ als Grundstruktur der Einleitung zum lit-en geschehen bzw. Kollision.Das ist die Darstellungsform zur sprachlichen Erfassung von festen Erscheinungen oder sich wiederholende Vorgänge in bestimmter Ordnung. Die KF Beschr. hat einige Abarten: Gegenstandbeschreibung, Vorgangschr, Erlebnisschilderung, Charakteristik. Den abstrakten Inhaltstyp der Gegenstandbeschr bildet das komplexe Objekt. Für diese KF ist die Wiedergabe räumlicher Beziehungen typisch. Bei der B. fällt die Zeit der Beobachtung mit der Zeit der Beschreibung zusammen. Für die Vorgangsbeschr ist das Strukturelement „Zeitabfolge“ typisch, das verleiht dem Text die Dynamik, die im Gebrauch von treffenden Verben, Mitteln des Temporalfeldes realisiert wird. Die KF Charakteristik hat abstrakten Inhaltstyp, das Objekt, den Vorgang und den Zustand. Hier können wir sehen Tendenz zum Gebrauch Präsens, Indikativs, Passivs, Stativs.


^ 10.KF „Erörterung“ als Grundstruktur für die Wiedergabe der Gedankenwelt des Autors bzw. der Gestalten.Die Erörterung ist eine Kompositionsform, derer grundlegendes Strukturelement die Ursache-Folge-Beziehung im weitesten Sinne des Wortes ist. Die Sachverhalte, die durch diese Kompositionsform erfasst werden, sind die verallgemeinerten Aussagen. Diese Aussagen werden aus der Erkenntnis des Zusammenhanges und der Wechselwirkungen erlebter Ereignisse und beobachteter Gegen-stände und Vorgänge gewonnen. Sie ergeben die Fragestellungen aus der Beziehung zu unterschiedlichen Wirklichkeitsbereichen, d.h. es werden verschiedene Probleme behandelt. Auch für diese KF ist auch ein hierarchische Bezug auf den Grundgedanken charakteristisch. Der die Textqualität „Schichtung“ verursacht. Diese Textqualität wird durch folgende sprachlichen Mittel realisiert: bzw., d.h., z.B., entweder-oder, aber; Gliederungswörter – erstens, zweitens, einerseits, andererseits u.a.


Die gängigen Genres der Kurzprosa (Novelle, Kurzgeschichte). Kurzgeschichte Einstieg ohne längere Einleitung; kurze, einsträngige Handlung ohne Nebenhandlungen; kaum Ortswechsel; wenige Personen, die nicht näher charakterisiert werden und dem Alltag entnommen werden; kurze Zeitspanne; offener Schluss. Damit zeigt die Kurzgeschichte einen kleinen, mosaikartigen Ausschnitt aus einer Realität, die sich nicht mehr auktorial als ein überschaubares Ganzes darstellen lässt. Novelle st eine kürzere Erzählung (siehe auch Kurzepik) in Prosaform. Als Gattung lässt sie sich nur schwer definieren und oft nur in Bezug auf andere Literaturarten abgrenzen. Hinsichtlich des Umfangs bemerkte Hugo Aust, die Novelle habe oft eine „mittlere“ Länge, was sich darin zeigt, dass sie in einem Zug zu lesen sei. Der Begriff „Novelle“ (diminuierte [verkleinerte] Form) weist auf eine Neuheit hin. Häufig wird auch der Bezug zur italienischen Renaissance-Kirche Santa Maria Novella angeführt, der auf die Zeit der Entstehung schließen lässt ine Novelle ist eine Erzählung von kürzerer bis mittlerer Länge. Oft wird darin ein Konflikt zwischen Ordnung und Chaos beschrieben, was zu einem Normenbruch und Einmaligkeit führt. Erzählt wird in der Regel ein einziges Ereignis, daher kommt auch der Ausdruck, die Novelle sei der Singularität verpflichtet. Novellen sind in der Regel sehr klar strukturiert und verfügen über eine geschlossene Form. Oftmals besitzt die Novelle ein Leitmotiv sowie ein (Ding-)Symbol. In vielen Novellen hat auch der Zufall eine zentrale Bedeutung und ist oft das konstituierende Element. m Unterschied zur Kurzgeschichte sind für die Novelle typisch eine konsequente Ausformulierung des zentralen Konflikts, eine Tendenz zur geschlossenen Form, ein dialogischer Charakter sowie eine hohe Dichte.

Die gängigen Genres der Kurzprosa: Witz und Anekdote. Als Witz bezeichnet man einen kurzen Text (Erzählung, Wortwechsel, Frage mit Antwort oder Ähnliches), der einen Sachverhalt so mitteilt, dass nach der ersten Darstellung unerwartet eine ganz andere Auffassung zutage tritt. Der plötzliche Positionswechsel (die Pointe) vermittelt die Einsicht, dass das Urteil über den Sachverhalt nicht zwingend einer einzigen Auffassung unterworfen ist. itze werden in der Regel nach standardisierten Konstruktionsschemata gebildet. Eine Erzählung wird etwa mit drei Steigerungen ausgestattet. Unter den Zuhörern besteht das Vorwissen, dass die letzte Steigerung die Situation so grotesk werden lässt, dass niemand die angebotene Geschichte länger ernst nehmen muss. Standard dafür ist der Witz, der Angehörige von drei verschiedenen Nationalitäten vor ein ernsthaftes Problem stellt, der erste verhält sich in der Situation merkwürdig, der zweite steigert dies, letzterer jedoch agiert ganz offenbar grotesk, womit das Signal zur Distanzierung vom situationsgebotenen Ernst gegeben ist.Nicht minder beliebt ist die Konstruktion mit einer Frage, auf die eine unerwartete Antwort gegeben wird - der Zuhörer gibt für sich die eingeforderte Antwort, der Erzähler die Antwort, von deren Ernst sich jeder befreien kann. e Anekdote (griechisch ἀνέκδοτον, anékdoton, „nicht herausgegeben“) ist eine literarische Gattung, die eine bemerkenswerte oder charakteristische Begebenheit, meist im Leben einer Person, zur Grundlage hat.In der Alltagssprache bezeichnet Anekdote die (meist mündliche) Schilderung einer kuriosen, ungewöhnlichen oder komischen Begebenheit (ohne jeden literarischen Anspruch).

Darstellungsart: der innere Monolog, direkte/indirekte, erlebte Rede.Es gibt 3 Arten der Rededarstellung: direkte, indirekte und erlebte Rede und innere Monolog. Die Wahl der Rededarstellung hängt von der Stilart, Zweck und Inhalt der Mitteilung ab.Die dir. Rede bringt der Rede oder Gedanken eines Menschen wörtliche genau wie er selbst denkt oder spricht. In der Wissenschaft und Publizistik dient die d. R. zur Einführung von Zitaten; in einem Dichtwerk lässt der Autor seine Figuren selbst sprechen. Eine wichtige Rolle bei der Verwendung der d-n R. spielen die Wörter, mit denen die die fremde Aussage eingeleitet, abgeschlossen oder unterbrochen wird: sagen, sprechen, schreien, denken, fragen u. a.Bei der indirekten Rede versteht man die fremde Rede. Ihre Merkmale sind: 3- Person statt der 1. Person; Nebensatz (sagte, dass….); Konjunktiv statt Indikativ. Viele emotionale Effekte werden in der in-n R. gestrichen. Die in. R. enthält in der Regel keinerlei Lexik aus ter-en Dialekten, Argot, Jargons, sie lässt auch keinerlei grammatische Nachlässigkeit zu.Die erlebte Rede ist die Darstellung der Gedanken und Gefühle der handelnden Person in solchen Form, als würden sie von Autor miterlebt. Der Erzähler identifiziert sich mit der Person, deren Rede oder Gedanken er aufführt. Die er. R. erkennt man an: 1) inhaltlichen Merkmalen: Identifizierung des Autors mit einer handelnden Person; 2) sprachlichen Kennzeichen – lexischen Dialektismen, Jargonismen u.a.; 3) syntaktischer Zeichen: Ausrufe-, Fragesätze, Satzabbruch. Der innere Monolog ist eine Form Figuren-/Personenrede, die eine besonders herausragende Stellung in der modernen Erzähltechnik besitzt. Ein Vergleich mit der erlebten Rede kann dabei die jeweiligen Besonderheiten aufzeigen. Charakteristische Merkmale: Wechsel von Präteritum zum Präsens; Wechsel von 3 Person zur 2-en von Selbstrede und darauf antwortende 1 Person; lockere und scheinbare Übergangslose Verknüpfung von verschiedenen Gedanken. Unterschied zwischen in. M. und er. R.: in der er. R. fließen handelnde Person und der Autor in Eins zusammen. Aus dem inn-n M. hingegen geht gewöhnlich hervor, dass der Held selbst dieser oder jene Überlegung darstellt. Diese Wesenunterschied kommt auch in der sprachliche Formulierung zum Ausdruck: der inn-e M. ist meist in der Ich-Form durchgeführt, manchmal abgerissen, fragmentarisch, entsprechend dem jeweiligen Prozess des Gedankenablaufs.


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