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Ответы по Истории немецкого языка - файл 1.doc


Ответы по Истории немецкого языка
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I. Die Herausbildung der gemeindeutschen nationalen Literatursprache.

Probleme der Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte

Sie Wird in 4 grosse Perioden Gegliedert

1) 5.- 7. Jh – Vordeutsche, Vorliterarische Zeit, schriftlose. Mit der Entwicklung der Schriftlichkeit verbindet man ab 8 Jh. die ersten Schriftdenkmäler.

2) 770-1050-Ahd Periode. 8- 11 (12) Jh..

3) 1050 – 1350- Mhd Periode/ 12 – 15( 15-16)

4) 1350 – Gegenwart. Nhd.

Das War alte Periodisierung von J. Grimm. (18 Jh.)

Heute gibt es noch ein dazu: 1350 – 1650 Fruhnhd. Periode

Indogermanisch (Indoeuropäisch). Vorliterarische (vorschriftliche) Zeit verbindet man mit dem Begriff „indogermanisch“. Als „Indogermanisch“ bezeichnet man heute eine Gruppe von Sprachen, die ursprünglich zwischen Indien und Europa gesprochen waren. Typologisch kann man diese Gruppe von sprachen als flektierende Sprachen bezeichnen (also, die ganze grammatische Organisation der Rede, wie auch Wortbildung mit Hilfe von der Flexion zustande kommen). Eine von diesen Sprachen war Germanisch. Archäologisch wird ein Kulturkreis im Jütland (das Territorium des heutigen Norddeutschlands und Sudskandinavien) abgrenzbar. Im Laufe des 1. Jahrtausend erweitern die Germanen als Träger der sogenannten „Jastorfkultur“ ihre Siedlungsgebiete südlicher. In der Zeit zwischen dem 4. Und 2. Jahrhundert v.u.Z. erscheinen sie in den Gebieten von Oder gehen weiter nach Osten und Südosten. Die ersten Jh-te vor und nach Christentum werden Sie in den lateinischen Schriften als Kimbern und Teutonen bezeichnet, im 1. Jh. als Germānī (von Caesar). /Etymologie ist strittig: entweder von dem Keltischen (gair ‚Nachbar‘ oder gairm ‚Ruf, Schrei‘) oder aus dem Lat. (germānus – ‚lieblicher Bruder‘).

Als Quelle fur indogermanische Sprachen kann man Lehnwörter in den anderen Sprachen, Germanisches Runenalphabet („Futhark“) (24 Runen). Unterschiede zu den anderen idg. sind 2. Germanische Lautverschiebung und das Vernerische Gesetz. Akzent war noch frei. Die früheste alphabetarisch überlieferte germanische Sprache war Gotische (also ausgehend von den älteren Runenschriften) aus dem 4. bzw. 6. Jh..

Die Germanen waren in einzelne Stämme abgesondert. Man kann aber schon von einer kulturellen und sprachlichen Zusammengehörigkeit sprechen. Traditionell werden alle germanischen Stämme in der Germanistik kanonisch in fünf Gruppen geteilt:

Ostgermanen (Goten (Ost- und West-, auch Krim-), Burgunder, Wandalen); (gotische Bibelübersetzung des Bischofs Wulfila 311- 382)

Nordgermanen (Wikinger, Normannen, Waräger); (Edda nach 1000)

Westgermanen:

  • Nordseegermanen (Ingwäonen, Angeln, Sachsen. Jüten, Frisen) (Stabreimversen, Heliand)

  • Südgermanen (Istwäonen: Franken, Chatten; Irminonen: Sweben, Alemannen, Hermunduren, Langobarden, Bayern)

Deutsch wird erst seit dem 8. Jahrhundert überliefert. Die Herausbildung der gemeindeutschen Nationalsprache war in erster Linie mit der Herausbildung der deutschen Nation verbunden. Die Franken spielten eine führende Rolle bei der Bildung des ersten germanischen Königreiches. Die Eroberungen der Nachfolger von Merowech erweiterten das fränkische Reich. Es wurden Gallien und Spanien erobert. Chlodvig führte Kriege gegen Alemannen und Gallier. Außer Gallien wurden auch altgermanische Gebiete erobert (die Burgunder und sogar die Römer in den südlichen Gebieten. Auf folgende Weise gründet er auf dem gallischen Boden das fränkische Reich (482-911: Reich der Merowinger und Karolinger) Er bekam die Unterstützung der römischen Kirche. Seine Nachfolgern erweitern die Grenzen des Reiches. Karl der Große erweitert das fränkische Reich (aus der Geschlecht von Karolingern). Karl eroberte Langobarden in Italien und Spanien, dann unterwirft er Sachsen. In dieser Zeit bleiben die Stämme noch alle Heiden. Zeit von Karl nennt man Karolinger Renaissance, denn der bedeutende Teil von Reich wurde von Karl erobert. Er zog viele Gelehrten aus verschiedenen Ländern, selbst sprach viele Sprachen und lernte ständig etwas, hatte sogar Hoflehrer für sich. Alkuin – war Karlshoflehrer und seiner Ratgeber. Ohne seinen Rat beschloss und tun Karl nichts. Er forderte viele Künstler und Wissenschaftler, führte viele Reformen durch. Auch Sprachreform. Er bestand die Katholische Kirche besser, als sein Vorgänger. Im J. 880 wurde er zum Kaiser gegründet. Karl gründete viele zahlreiche Kloster, um Christentum zu verbreiten. Diese dienten als Zentren christlicher und geistiger Ausbildung. Hier worden die lateinischen Texten übersetzt. In dem Kloster entstand Schrifttum. Das deutsche Schrifttum diente den Bedürfnissen der christlichen Kirche. Das war ein Element des Lateinunterrichts für Mönche und Klerikern. Karl forderte die Entwicklung der deutschen Sprache. Die ersten Aufklärer waren Mönche und Kleriker.

843- der Vertrag von Verdun. Die Enkel von Karl teilen sich unter Innen. Die Nationalität entsteht. 3 Enkel –

- Karl der Karle – westfränkische Reich – heute Frankreich

- Ludwig der Deutsche – ostfränkische Reich – Deutschland heute

- Lothar (der Älteste) – Mittelreich – heute Italien

842 – wurde im Straßburg ein Dokument „Straßburger Eide“ unterschrieben. Im Schloss Ludwig der Deutsche und Karl schlossen ein Bündnis gegen Lothar. Mit dem Text des Eides müssen beide Bruder und ihre Heere ihres Brüdersgewussenheit beschworen. Sprachen der Eide waren Latein, Altfranzösisch und Altfränkisch, auf diesen Sprachen wurde das Dokument unterschrieben. Damit beide Ehre gemeint werden konnten und dien Text des Eides verstehen konnten. Ludwig – Altfranzösisch, Karl der Karle – Rheinfränkisch. Und jedes Heer Sprach in seinem Dialekt. Dokument ist sehr wichtig, als Zeugnis der sprachlichen Teilung des alten Groβreiches. Auf dem Ostfränkischem Reich – Franken, Alemannen, Thüringer, Bayern, Sachsen, ein bisschen Friesen. Sie alle Sprachen ihre Stammesdialekte, Im Laufe der Zeit bekommen alle andere Charakterzuge oder Existenzformen der Territorialen(Übergang von Stammesdialekten zu den Territorialen).

1) Die Dialekten verlieren Verbindung mit bestimmtem Stamm.

2) Befestigten auf einem bestimmten Gebiet (im Mittelalter). Dieses Gebiet war Herzogtum. Die ersten von Herzogtümer entstanden schon im 9. Jh. die Territorialdialekte befestigten im Rahmen von Herzogtümer und bekamen neue lokale Besonderheiten, die mit dem Stammdialekt überhaupt nicht Verbunden sind.

Deutsch. Das ostfränkische Reich wurde bis 9 Jh. oft Teutonia genannt. Aus lateinischen Quellen, Germania (Land), Volk – Germānī, Adjektiv – germānīcus. Das Wort diutisc und später D. wurde zum ersten Mal schriftlich belegt 726 im lateinischen Form Theodiskus (Mittellatein) etwa 800 ist die Wortfügung Theodisca Lingua belegt. Das Wort diutisk geht aus gotischen piuda zurück, d.h. ‚Volk, Stamm‘ (germ. *Þeudô 'Volk').

Dialekte: Das Ahd. bildete 5 Dialekte: Alemannisch, Bayerisch, Fränkisch, Sächsisch, thüringisch. Streng genommen, gehört dazu alemannisch und Bayerisch als Oberdeutsche Dialekte. Thüringisch gehört zu den md. Dialekten, dazu auch Sächsisch. Fränkisch wurde auf einem großen Gebiet gesprochen. Fränkisch hatte einige Abstufungen von Oberdeutschland zur Niederdeutschland, deshalb wird Fränkisch in Unterdialekte gegliedert.

1) Oberdeutschen – Bayerisch, Alemannisch, Fränkisch (Sudfränkisch, Ostfränkisch)

2) Mitteldeutschen

Mitteldeutsche Dialekte:

Thüringisch Mittelfränkisch

Rheinfränkisch Mittelfränkisch

Ripuarisch und Moselfränkisch

3) zur den Niederdeutschen gehört Niederfränkisch und Niedersächsisch.

Es gibt ein Hauptkriterium der Gliederung der Dialekte in Nieder und Oberdeutsche – die Teilnahme an der zweiten Lautverschiebung (maken-machen Linie, ick-ich Linie). Die hochdeutschen Dialekte realisierte die Lautverschiebung ganz oder teilweise. Die niederdeutschen Dialekte hatten das überhaupt nicht. In erster Linie war es für fränkische und oberdeutsche Dialekten typisch, sie beeinflussten einander. Fränkisch Bayerisch und Alemannisch waren die Zentren der Ausstrahlung der Hauptneuerungen in der Sprache. Die Franken hatten die günstige geographische Lage zwischen anderen germanischen Stämmen. Sächsisch – nd. Dialekt – lange Zeit blieb nicht empfindlich gegen die sprachlichen Neuerungen, die vom Süden kamen, deswegen hatten die Sachsen seinerzeit selbstständige germanische Sprache. Die Sachsen widersetzten langen Einfluss von Frankenreichs unter Karl dem Großen. Die Sachsen wurden christianisiert am Ende des ahd Periode und überzog am spätesten dem Einfluss des Ahd..

Srifttum. Unter Karl dem Großen begann das Schrifttum zu entwickeln. Er befahl wichtige Texte in die deutsche Sprache übersetzen. Im 8. Jh. entsteht das erste schriftliche Denkmal, das einen kirchlichen Charakter hatte.

Schreibstuben. Schreibstuben waren die Zentren s Schrifttums (in Klöstern und Bischofsitzen). Da wurden die Handschriften der antiken Literatur überschrieben, es wurden dort theologische Texte in die heimischen Territorialdialekten übersetzt. Da wurden Mönche unterrichtet. Die größten Zentren, und zwar Kloster waren:

1 Sankt Galeno (erste deutsche Kloster, war im 7. Jh. gegründet). 2 Fulda 3 Murbach 5 Lorsch. Die größten Bischofsitze: Freising, Würzburg. Das größte Abteil – Reichenau.

Wegen des Prozesses der Christianisierung hatten die deutschen Texte klerikalen Charakter.

Der deutsche Sprachforscher Hugo Moser sagte: „Keine germanische Sprache und Literatur tragen solchen starken christlichen Charakter, wie die frühdeutsche.

Schriftdenkmäler

1) Glossare: das sind Vokabellisten, die bei der Übersetzung aus Lateinischen halfen, sie waren auch von den Mönchen beim Unterricht benutzt.

2) Glossen – das sind die Übersetzungen einzelnen Vokabeln im Deutschen, die zwischen den Zeilen sogar im Text oder am Rande geschrieben worden.

- Der älteste Glossar – Abroganz (nach dem erstlateinischen Wort genannt) oder Chronisches Glossar

- Vokabularius Sankti Galli. Beide kommen aus der Mitte des 8. Jh. Manchmal wurde im Text jedes Wort übersetzt und es entstand Unterlinialübersetzung. Im 9.Jh. entstanden Kommentare zu den lateinischen Texten. Der Übergang von der Übersetzung der Wörter zu der Übersetzung der Satze und Texten.

1) Zu der christlichen Übersetzungsliteratur gehört der althochdeutsche Isidor (Mitte 8 Jh.) auf Rheinfränkisch übersetzt wurde das Traktat „ Über den katholischen Glauben“ vom Bischof Isidor – (6. – 7. Jh.)

2) Der ahd Tatian – die christliche Übersetzungsliteratur, die „Evangelien Harmonie“ wurde ins Ostfränkisch übersetzt ( 2. Jh.) Das besteht aus 4 Evangelien. (Isidor und Tatiana sind gerade Autoren).

1. und 2. Werk sind Prosawerke. Dazu gehört auch Notker der Deutsche – ein Übersetzer( 11jh.). Mit diesem Namen ist der Anfang der philosophischen Prosa verbunden. Notker – Vorsteher der Klosterschule in Sankt Galen. Er war ein Talentvoller Übersetzer (Wegen Pest gestorben ist). Seine Muttersprache war Alemannisch.

^ Schema der Sprache in der mhd. Periode.

Latein

Die Sprache der höfischen Dichtung ( d.h. Klassisches Mittelhochdeutsch)

Schriftsprache (schriftliche und gesprochene Sprache der oberen

Schichte der Bevölkerung, nicht nur Adlige, sondern Geistliche.)

Verkehrssprache der östlichen Gebiete ( Später schon der Städte.)

Territorialdialekte(alle verstehen)

Mehr war altdeutschen Dialekte neue Territorialdialekte

Dialekte:

  • Es gibt strenge politische Grenze und dialektale Grenzen wurden darum vertieft.

  • Die Dialektalen Grenzen wurden teilweise wegen der Politik nach Osten verschoben. Die Tendenz zur weiterem Differenzierung – oder Tendenz zur Vertiefung der Unterschiede hat als Folge – Ostdialekte, mit ihren Besonderheiten, darum entstehen mehr Dialekte.

Es entstehen in dieser Zeit überdialektalen Sprachformen:

1)die Sprache der höfischen Dichtung, und

2)die Verkehrssprache in östlichen Gebieten und später auch in den Städten. Diese Sprache entwickelte sich auf der Basis der Sprache der Ansiedler, die ganz verschiedene D-ten sprachen, diese vermischte sich mit der Sprache dieser Territorien. Diese Gebiete haben schon eine besondere Tendenz zur Integration der gemischten D-te oder zum Ausgleich oder sogar Verschmelzung der Dialekte. Im Vergleich zu den deutschen Territorialdialekten gab es hier Spuren der heimischen Bevölkerung (Slawischen). – große Veränderung

3)Im Osten entstanden neue Dialekte – koloniale D-te oder Siedlungsdialekte. Die ersten Übersiedler Kamen aus den Niederlanden und Nordwesten. Es entstand ein neuer Dialekt im Norden auf der Basis von 3 Großen Gruppen.

Die literarisch geformte Sprache. Das war nicht nur die schriftliche Spr. Sonder auch gesprochene Spr.. Sie sprachen Geistlichen. Das war die Sprache der Kirche. Sie war ähnlich dem Latein, weil durch Übersetzungen verschiedene Wörter aus Lateinischem in die deutsche Spr. gingen. Neu war im Unterschied zur ahd. Periode, dass diese Sprache in Geschäftskreisen von Geschäftsleuten gebraucht wurde( sogar in Geschäftsliteratur.)

Die Existenzformen des Mhd. Im Mhd. bestehen mündliche Mundarten, regionale Schreibsprachen (geschriebene Mundarten). Zu den wichtigsten Merkmalen des Mhd. zählt man Vorhandensein überregionaler, übermundartlicher Sprache. Es war die Dichtersprache. Sie wird auch als klassisches Mittelhochdeutsch bezeichnet. Dieser Sprache bedienten sich Dichter des Minnesangs. Sie vermieden Wörter, Laute, Strukturen, die von den meisten Deutschen nicht verstanden wurden (Hartman von Aue, Wolfram Äschenbach, Heinrich von Morungen, Gottfried von Strassburg). Man teilt das Mhd. in 3 Perioden: Frühmittelhochdeutsch(1050 - 1150); Klassisches Mittelhochdeutsch (1150 - 1250); Spätmittelhochdeutsch (1250 - 1350).

Latein war sowohl in der ahd. Periode, als auch in der mhd. Periode die Sprache, die am meisten im Geschäftsverkehr, in der Wissenschaft, in der kirchlichen Literatur benutzt wurde. Als geschriebene Sprache war Latein die vorherrschende Sprache. Latein beeinflusste die deutsche Sprache grammatisch, lexikalisch, syntaktisch.

^ Frühneuhochdeutsch (1350-1650). Einführung und kurze Charakteristik. Wenn das Ahd. hauptsächlich durch den geistlichen Stand vermittelt wird, in der Form verschiedener Mundarten, und das Mhd., im wesentlichen als die einem Ideal nachstrebende oberdeutsch gefärbte Sprache des höfischen Ritterums gilt, dann ist das Fnhd. in erster Linie von den Sprachen der Städte geprägt.

Etwa um die Mitte des 14. Jh. setzt die lange Entwicklung zur deutschen Standardsprache ein, von einer Vielfalt an Schreibdialekten über einige große überlandschaftliche Schreibsprachen hin zu einer gemeinsamen Schriftsprache auf ostmitteldeutscher Grundlage. Mehrere Faktoren haben zu dieser Entwicklung beigetragen wie der Einfluß der großen Kanzleien, Handelsinteressen, die Erfindung des Buchdrucks und die damit verbundene Wirkung des gedruckten Wortes. Wichtig war auch die Tatsache, daß es auf verschiedenen Sachgebieten mehr deutsche Texte zu lesen gab und daß mehr Leute lesen konnten. Schließlich hat Martin Luther, bes. durch seine Bibelübersetzung, eine große Rolle gespielt.

Das Fnhd. ist die Sprache einer Übergangszeit. Es gibt keine Einheitlichkeit, weder in der Orthographie noch in der Flexion und Syntax, sondern mehrere Varianten existieren oft nebeneinander, sogar im selben Text. Im Wortschatz gibt es teils regionale, teils sozial bedingte Unterschiede. Vom Mhd. unterscheidet sich das Fnhd. vor allem durch die Ausspracheveränderungen der Vokale: die fnhd. Diphthongierung, die md. Monophthongierung und die Vokaldehnung. 

Die Hauptcharakteristiken der deutschen nationalen Literatursprache. Das Hauptkennzeichen der deutschen nationalen Literatursprache ist seine gemeindeutsche Geltung, d.h. das Vorhandensein einer übermundartlichen, einheitlichen, im Rahmen der Literatursprache für alle Deutschsprechenden verbindlichen phonetischen, grammatischen, orthographischen und lexikalischen Sprachnorm.

Gegenüber den Territorialdialekten ist die nationale Literatursprache eine höhere Sprachform, die der gesamten Nation als Mittel der Verständigung dient. Die Territorialdialekte büßen mit der Herausbildung der gemeindeutschen nationalen Literatursprache ihre ehemalige vorherrschende Stellung im sprachlichen Verkehr ein und sinken zu einer untergeordneten, im Rückgang begriffenen Sprachform herab. Die gemeindeutsche nationale Literatursprache ist wie alle Existenzformen der Sprache eine historische Kategorie. Ihre Herausbildung ist mit der Entwicklung der deutschen Nation verbunden, die in der frühneuhochdeutschen Zeit, d.h. in der Übergangszeit vom Spätfeudalismus (bis um 1470) zum frühen Kapitalismus, beginnt und in der neuhochdeutschen Zeit abgeschlossen wird.

FNHD und NHD.

Sprachpurismus

17. Jahrhundert. Das Ziel, das sich sämtliche Sprachvereine u.a. setzen, ist die Kultivierung der dt. Sprache. Die zu Grunde liegende Überzeugung ist, daß auch das Deutsche als Literatur- und Nationalsprache seine Geltung hat. Der Sprachpurismus richtet sich daher nicht nur gegen Fremdwörter, sondern gegen sämtliche anstößige, veraltete und regionale Formen. Betrachtet wird neben dem Wortschatz auch die Grammatik, die Schreibung von Wörtern, die Aussprache usw. Frühe Formen des Sprachpurismus sind nicht unbedingt nationalistisch orientiert. Im Zentrum steht der Kulturpatriotismus, der aber zuerst mit einem antikaiserlichen Aspekt verbunden ist; z.B. wegen der Ablehnung des Lateins.

Im 17. Jh. entstehen zahlreiche Sprachgesellschaften, die sich der Pflege der dt. Sprache widmen. Die bedeutendste ist die ^ Fruchtbringende Gesellschaft (1617-1680; auch Palmenorden), gegründet in Weimar von Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen nach dem Vorbild der italienischen Accadèmia della Crusca. Mitglieder sind u.a. Schottel, Martin Opitz, Georg Philipp Harsdörffer, Friedrich von Logau, Andreas Gryphius und Philipp von Zesen.

Die Sprachgesellschaften des 17. Jhs., die sich mit der deutschen Sprache und Literatur beschäftigten, sind als Hauptquellen eines neuzeitlichen Bestrebens nach einheitlicher Orthographie zu nennen. Dazu zählt neben der Rechtschreibung auch die Regelung der (Bühnen-) Aussprache (Orthoepie) und das Bemühen, deutsche Wörter statt Fremdwörter zu verwenden: Fernglas statt Teleskop, Anschrift statt Adresse.

Bei diesen Ansätzen tat sich die Schwierigkeit auf, eine unangefochtene normgebende Instanz und zudem einen Maßstab für die Festlegung der Norm zu finden. Dabei gab es zwei Hauptrichtungen. Die eine favorisierte eine über den Dialekten stehende Literatursprache. Hier ist vor allem Justus Georg Schottel (auch: Schottelius) zu nennen, der mit Seinem Werk „Ausführliche Arbeit von der Teutschen HaubtSprache einen wichtigen Vorstoß in diese Richtung machte. Die andere Richtung bevorzugte die Sprache der ostmitteldeutschen höheren Stände. Hierzu sind Christian Gueintz und Philipp von Zesen einzuordnen.

Den bedeutendsten Einfluß aber (und auch mehr Erfolg als seine Vorgänger) erreichte der Lexikograph und Grammatiker Johann Christoph Adelung der sich in seinen Regeln zur Rechtschreibung vor allem am Sprachgebrauch orientierte. Sein wichtigstes Werk ist die „Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie“ (1788). Er faßte seine Regelung zusammen im „Grundgesetz der deutschen Orthographie“.

Damit befürwortete er vor allem Formen und Schreibungen, die bereits weit verbreitet und üblich waren, was es erleichterte, sie zur Norm zu machen. Die Bedeutung Adelungs rührt sicher auch daher, dass er ein Wörterbuch verfasste, in dem man die Schreibung der einzelnen Wörter nachschlagen konnte (und nicht nur die allgemeinen Regeln), welches seinerzeit das einzige dieser Art war, und daher, dass sich Dichter und Schriftsteller wie Goethe, Lessing, Schiller, Wieland, Voss u.a. auf dieses Wörterbuch bezogen.

Die Grammatiker und Lexikographen Jacob und Wilhelm Grimm, die seit dem frühen 19. Jh. vergleichende Sprachforschung betrieben und seit etwa 1850 das ^ Deutsche Wörterbuch ausarbeiteten, hielten sich zwar in diesem Wörterbuch weitgehend an den gängigen Schreibgebrauch, legten jedoch im Vorwort des Werks ihre Auffassung über eine reformierte Orthographie dar.

Sprach- und kulturpolitisch ist die Erstellung eines solchen Wörterbuches ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur einheitlichen Hochsprache.

Dazu kommt eine andere Entwicklung: seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in den deutschen Einzelstaaten die Schreibung per Gesetz so weit vereinheitlicht, daß jeweils innerhalb einer Schule dieselbe Norm gelte. Mit der Reichsgründung (1871) kamen neue Impulse in diese Richtung, 1876 fand eine erste Konferenz statt, die eine einheitliche Regelung erarbeitete. Die wenigen Regelungen (Einschränkung von th und -ieren statt -iren) wurden 1879 (Bayern, Österreich) bzw. 1880 (Preußen) amtlich. Eine allgemeingültige Regelung für den gesamten deutschen Sprachraum (also auch die Schweiz) trat erst im Jahre 1902 in Kraft. Es handelte sich hierbei um die Regelungen, die von Konrad Duden zunächst nach den Ergebnissen von 1880 und dann nach denen der Berliner Konferenz von 1901 erarbeitet wurden.

Das 1902 erschienene orthographische Wörterbuch wurde ein Jahr später um den sog. „Buchdruckerduden“ ergänzt; beide Bände wurden 1915 zu einem Buch zusammengefaßt.

Erst 1955 wurde der „Duden“ in der Bundesrepublik von der Kultusministerkonferenz als maßgeblich in allen Zweifelsfällen von Orthographie und Zeichensetzung anerkannt.

Der Regelungen von 1901 waren eigentlich als Übergangsregelungen gedacht, jedoch verzögerten die beiden Weltkriege und die deutsche Teilung die Ausarbeitung eines verbesserten Regelwerkes für lange Zeit.

Orthographiereform. 1988 wurde ein Konzept für eine Reform der Rechtschreibung vorgelegt und in veränderter Fassung auch in allen deutschsprachigen Ländern angenommen (1994/1995). Viele gute Ansätze, uneinheitliche Regelungen des Duden zu vereinheitlichen und die Zeichensetzung und Schreibung zu vereinfachen, sind durch die beschließenden Organe wieder verworfen worden. Zudem ist bewußt behutsam vorgegangen worden, um Rücksicht auf Schreibende und Schreibkultur zu nehmen und um die Lesbarkeit der bisherigen Orthographie nicht zu gefährden.

Wie schon vor hundertzwanzig Jahren stoßen auch die gegenwärtigen - sanfteren - Reformvorschläge der Orthographiekommission bei Politik und Bevölkerung auf Ablehnung. Die per Gesetz beschlossene Rechtschreibreform wird derzeit in Deutschland vor verschiedenen Gerichten angefochten, wobei übersehen wird, für wen diese Regelungen überhaupt verbindlich sind: Behörden, Schulen, staatliche Einrichtungen. Daß es jedem überlassen ist, wie er privat schreibt, ob er sich überhaupt an eine Schreibnorm hält, wird oft außer Acht gelassen.

^ Das Entstehen der gemeinen deutschen Literatursprache (Fnhd. Periode).

Zum Anfang des fnhd. Perioden entwickelten sich die landschaftlichen Literatursprachen (sie werden oft als landschaftliche Varianten der Literatursprache genannt). Das ist die Periode der schwachen Zentralisierung Deutschlands, je nach der Entwicklung der Produktion und Handel.

Mittelniederdeutsch. Entwickelte sich im Norden im 14. Jh. aus der Geschäftssprache der Hansestädte. Ihr liegt in erster Linie die Geschäftssprache Lübecks (Niedersächsisch) zugrunde. Diese Sprache wurde nicht nur für Innenhandel, sondern auch für den ausländische Handelsverkehr mit skandinavischen Ländern, mit dem slawischen Osten und Finnland gebraucht – auf solche Weise wird es zur Sprache des europäischen Nordens. Städtekreis: Magdeburg, Braunschweig, Dortmund, Soest). Die Sprache wurde von deutschen Kanzleien gebraucht. Entstehen der Literatur. Im 16. Jh. verliert nach Verfall der Hanse die Bedeutung und wird vom Hochdeutschen gedrängt.

Mittelniederländisch entwickelt sich im Nordwesten als Sprache der Niederlande (Niederfränkische Grundlage), in Flandern und Brabant. Die Sprache der Kanzleien und Geschäftssprache. Der Austritt von Niederlanden aus dem Deutschen Reich und der 100 jährige Krieg bestimmten die Entwicklung der Mittelniederländischen zu einer selbständigen Nationalsprache.

Ostmitteldeutsch entwickelte sich im meißnisch-obersächsischen Gebiet (Thüringen, Meißen, Schlesien, Böhmen und Mähren) seit dem 14. Jh.. Sprache der Kanzleien, der gastlichen und didaktischen Prosa. Die Sprache entstand auf der Grundlage von Kolonialdialekten und hatte den Charakter einer Ausgleichssprache, gerade deshalb verbreitete sich diese Sprache auch in verschiedenen anderen Teilen Deutschlands.

In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde die Ostmitteldeutsche Literatursprache zur Grundlage der werdenden gemeindeutschen nationalen Literatursprache.

Das Gemeine Deutsch entwickelt sich im Südosten, im Bayerisch-österreichischen Sprachkreis im 14.-15. Jh.. In dieser Sprache entsteht eine reiche geistliche und weltliche Literatur entsteht. Sein Einfluss breitete sich auf den Sudwesten – auf Basel und Elsass. Das Gemeine Deutsch konkurrierte mit der ostmitteldeutschen Literatursprache bis in das 18. Jh.. Das lässt sich dadurch erklären, dass die namhaften Schriftstellern (Hans Sachs, Sebastian Frank) und die größten Buchdruckereien (von Augsburg und München) diese Sprache gebrauchten.

Im 14.-15. Jh. beginnt die andauernde Tendenz zu „Verhochdeutschung“, die sich in der Verschmelzung von den mitteldeutscher und süddeutscher Elemente in der Ostmitteldeutschen Literatursprache, was die letzte zu einer Ausgleichsprache gemacht hatte.

14.- 15. Jh. – die Verbreitung und Konkurrenz des Ostmitteldeutschen und des Gemeinen Deutschen.

15. Jh. – Einigung der Nation – Drang nach einer Einheitssprache. Buchdruck.

16. Jh. – Luther, der der ostmitteldeutschen Tradition in der Lautform, Formenbildung und Schreibung folgte.

II. Konsonantismus des Deutschen aus historischer Sicht. Die Lautverschiebung. Die Wandlung im Bestand der konsonantischen Phoneme und im konsonantischen Bestand der Wörter.

Konsonantismus.

Das Konsonantensystem vom Deutschen wurde von 2 grossen Verschiebungen gepragt:

  1. Oder sogenannte germanische Lautverschiebung 9vom idg. zum ger. Lautzustand.

  2. Ahd. Lautverschiebung (vom germ. Zustand zum ahd.).Diese Verschiebung ist rein deutsche. Dadurch unterscheidet sich Deutsch von anderen germanischen Sprachen.


1 Lautverschiebung (2000 bis 500 v. u. Z.).

Diese Neuerung wurde vom dänischen Gelehrten Rasmus Rask entdeckt. Er hat eine Liste von Wörtern zusammengestellt und die verwandten Veränderungen bezeichnet. Später hat Jakob Grimm im System (im Gesetz) alle diese Veränderungen formuliert (das Grimmische Gesetz).

^ 1. (Germanische) Lautverschiebung. Unter dem Terminus werden folgende Veränderungen der indogermanischen Verschlusslaute zusammengefasst:

✗ die idg. stimmlosen Verschlusslaute (Tenues) p, t, k werden zu den germ. stimmlosen Reibelauten (Spirantes) f, ᵱ, χ verschoben

✗ die idg. stimmhaften Verschlusslaute (Mediae) b, d, g werden zu den germ. stimmlosen Verschlusslauten (Tenues) p, t, k verschoben

✗ die idg. behauchten Verschlusslaute (Mediae aspiratae)

werden zu den germ. stimmhaften Reibelauten (Spirantes) b, d, g


Verschiebung







1. p, t, k, → f, ᵱ, χ

lat. pater

rus.три

ai. nakt

ahd. fater

got. ᵱreis

ae niht

2. b, d, g → p, t, k

rus. eda

lat. genu

ae. êtan

aisl. kne

3. bh, dh, gh → b, d, g

lat. hostis (*ghostis)

got. gasts



Ausnahmen:

✗ die idg. Verschlusslaute p, t, k, blieben auch im germanischen in bestimmten Konsonantenverbindungen erhalten: sp, st, sk, ft, ht, fr

Beispiele: lat. spuere – got. speiwan (nhd. speien)

lat. hostis – got. gasts (nhd. Gast)

lat. miscйre – got. miskan (nhd. mischen)

✗in den Verbindungen pt, kt wird nur der 1. Laut verschoben (ft, ht):

lat. captus – ahd haft
^ Das Vernerische Gesetz
1877 – ein Arzt Verner erklärt eine Ausnahme zur 1. Lautverschiebung:

die Verschiebung . p, t, k, → f, ᵱ, χ passiert nur wenn die Betonung auf die vorangehende Silbe fällt. Wenn die Betonung anders war, werden f, ᵱ, χ →ᵬ, ᵭ, ǥ → b, d, g.

gr. patʹer – got. faᵭar.

rus. svekrʹov‘ – got. swiǥar

dieser Wandel betraf auch den alten idg. stimmlosen s→z/ӡ→r (bis zum mhd. Periode). Diese Erscheinung heißt Rhotazismus.

Frost – frieren

Öse – Ohr
^ 2. Lautverschiebung (beginnt im 6. Jh. und dauert bis zum 8. (13., 14., 15. Jh. im Norden).

Nach der 1. LV wird der Akzent auf die erste Silbe verlegt und wird ständig. Die ursprüngliche musikalische Akzentuierung (war Basis für Stabreim und Alliteration z.B. mit Kind und Kegel) geht in die exspiratorische (dynamische).

Ausgehend von den Elbgermanen fand eine Entwicklung statt, die für die Entstehung der deutschen Sprache entscheidend ist: die zweite (oder althochdeutsche) Lautverschiebung. Eine Ausbreitung von Süden nach Norden wurde lange angenommen, jedoch ist (nach Schützeichel) diese Entwicklung an mehreren voneinander unabhängigen Orten sowohl im elbgermanischen wie auch im rheinisch-fränkischen Raum ausgegangen. Diese Lautverschiebung, besser: Lautverschiebungen, fanden jedoch nicht in allen Gebieten mit gleicher Ausprägung statt, so daß sich die Stammessprachen zwar gemeinsam weiter- dennoch aber auseinanderentwickelten. (Benrath Linie – beginnt in Düsseldorf am Rhein und geht bis Frankfurt an Oder).

^ Es gab 3 Verschiebungprozesse:

1) p, t, k →f, z, h   Tenuesverschiebung zu Frikaten:

[p, t, k] à [ff, ss, hh (=x)]: Plosiv à Doppelfrikativ

Verschiebung

engl.

AHD

NHD

t>z(z)

p>f(f)

k>hh

to eat

pepper

to break

ezzan

pfeffar

brehhan

essen

Pfeffer

brechen
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